Submarine: Coming of Age Story von Richard Ayoade

Ach ja, wie schön wäre es doch nochmals ein Teenager zu sein…Wirklich? Klar, die Jugend ist eine aufregende Zeit, alles ist eine große Entdeckungsreise. Aber es ist auch eine verdammt anstrengende und verwirrende Zeit, in der wir versuchen herauszufinden, wer wir sind und wohin wir gehen wollen. Dieses Auf und Ab hat Richard Ayoade in seinem Coming of Age Film Submarine eingefangen. Er erzählt die Geschichte des 15-jährigen Oliver Tate (Craig Roberts), eines nachdenklichen Jungen, der sich gegen die Jungs in seiner Schule durchsetzen muss, der seine erste große Liebe erlebt und dem das erste Mal sein Herz gebrochen wird.

Submarine: mehr als eine Coming of Age Story

Der Film erzählt aber nicht nur Oliver Tates Irrungen und Wirrungen als Teenager. Er erzählt auch die Geschichte der englischen Mittelklasse, die Geschichte eines midlife-crisis-geschädigten Gurus, die Geschichte einer verklemmten Ehefrau, die Geschichte eines depressiven Ehemannes. Sie alle sind irgendwo im Meeressturm des Lebens schiffbrüchig geworden und erstaunlicherweise ist es der 15-jährige Oliver, der ihnen den Weg zum Ufer zeigt.

Submarine überzeugt mit herausragenden Schauspielern und Noah Taylor als frigidem Vater

Dieser leise, leicht melancholische, aber auch sehr amüsante Film lebt vor allem von seinen Charakteren. Craig Roberts ist die Rolle des pubertierenden Olivers wie auf den Leib geschrieben. Aber auch Sally Hawkins als verklemmte Ehefrau auf der Suche nach Abenteuer sowie Noah Taylor, der ihren depressiv-teilnahmslosen Ehemann spielt, glänzen in ihren extremen Rollen. Richard Ayoade hat mit Submarine einen sanften, traurigen und zugleich aufrührenden, tragisch-komischen Film geschaffen. Einen Film wie das Meer, an das es seine Charaktere treibt, einen Film, der einfach nur verzaubert.

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